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Ein Training aus meiner Sicht: Es ist Mittwoch, pünktlich um 18:15 komme ich an unserem Trainingsort, der Heinrich-Bussmann-Turnhalle an und ziehe mich schnell um. Zu meinen Kleidungsstücken gehören ein älteres T-Shirt (kann ja mal reißen), sowie ein spezieller Trainingsanzug, ein zugehöriger Gürtel und Schlappen. Der Gürtel ist wichtig, um den Anzug zusammen zu halten und signalisiert den anderen Teilnehmern den Leistungsstand. Die Schlappen werden aus hygienischen Gründen getragen. Als ich dann die Halle betrete, begrüße ich die anderen und helfe mit die Matten aufzubauen. Nachdem alle Matten aufgebaut worden sind, kommt das Angrüßen. Dazu stellen sich die Trainer in die Mitte der Matten und die Schüler, der Gürtelfarbe sortiert, am Rand auf. Als nächstes knien sich die Trainer hin, dann die Schüler, wiederum der Reihe nach. Es folgt ein ,,Jame” was ,,Achtung” heißt und dann ein ,,Sensei-Re” was ,,zum Lehrer grüßen“ heißt. Dabei verneigen Schüler und Lehrer den Oberkörper voreinander. Danach wird wieder der Reihe nach aufgestanden. Jetzt kommt das Aufwärmspiel, wobei von den Trainern zwei Mannschaften gebildet werden und die gegeneinander mit Hand und Fuß auf beide Tore spielen. Man kann aber auch, wenn man nicht mitspielen will, sich alleine oder mit Freunden/innen warmlaufen. Anschliessend ist gemeinsames Dehnen angesagt. Dies ist ein höchst wichtiger Bestandteil des Trainings, denn ohne Dehnprogramm kann man sich sehr leicht verletzten. Der nächste Teil des Trainings ist immer unterschiedlich. Heute machten wir als erstes Fallschule. Wir stellen uns in 2 Reihen auf und befolgen die Anweisungen unserer Trainer. Fallschule finde ich persönlich sehr wichtig, weil man sagt: ,,Ohne Fallschule keine Techniken”. Anschließend suchen wir uns unseren Trainingspartner und ,,spielen” unsere bereits erlernten oder neue Techniken durch. Hierbei handelt es sich um Würfe, Tritte, Schläge, Hebel, Bodentechniken, Ausweich- und Abwehrtechniken. Zum Schluss machen wir immer noch ein wenig Boden-,,Randori”, was ,,Übungskampf” bedeutet. Hierbei versucht man den ,,Gegner” solange in einem Hebel zu halten, bis er aufgibt und abklopft oder ,,Maate”, also ,,Lösen” ruft. Dann, schließlich, ist Trainingsende und wir grüßen ab. Das An- und Abgrüßen ist für den Trainingsablauf sehr entscheidend, da dies erstens den Respekt vor- und zueinander beweißt und zweitens der Konzentration und dem Abschalten dient. Danach verabschieden wir uns alle voneinander und gehen uns umziehen. Damit ist das anderthalbstündige Training leider schon wieder vorbei. Natalie Dörre
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